Mauermuseum am Checkpoint Charlie. 13. August 1961: Rings um West-Berlin riegeln bewaffnete Verbände der DDR die Stadt hermetisch ab, der Bau der Mauer beginnt… 9. November 1989: Politbüromitglied Günter Schabowski gibt den Beschluss der DDR-Führung bekannt, dass „Privatreisen nach dem Ausland ohne Anliegen von Voraussetzungen beantragt werden“ können. Auf die Frage eines Journalisten, ab wann das gelte, gibt Schabowski die folgenschwere Antwort: „Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich.“ Nur wenige Stunden später können die bewaffneten Grenzkontrollen den Andrang nicht mehr bewältigen und lassen die Fußgänger einfach passieren…
Diese zwei historischen Daten markieren die Eckpfeiler der Ausstellung über die Berliner Mauer, deren Geschichte anhand von Fotos & Texten dargestellt wird. Zahlreiche originale Objekte gelungener Fluchten verdeutlichen den Wagemut und die Kreativität der Flüchtlinge. Fotos und Exponate zeigen die Entwicklung des DDR-Grenzsicherungssystems, von den ersten Hohlblocksteinen bis zur Mauer der vierten Generation, die mit ihren L-förmigen Segmenten zur längsten Betonleinwand der Welt wurde. Ein unter Lebensgefahr abgebautes Selbstschussgerät und weitere Elemente des ehemaligen „Grenzsicherungssystems“ rings um eine Stadt und um ein Land veranschaulichen das geschichtlich Einmalige.
Weitere Ausstellungen im „Haus am Checkpoint Charlie“ beschäftigen sich mit dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953, Berlin als Frontstadt und Brücke Europas oder dem „Checkpoint Charlie“ selbst als berühmt-berüchtigter Grenzübergangsstelle. Für Besucher steht das Museum in der Friedrichstraße an 365 Tagen im Jahr offen.

Checkpoint Charlie
www.mauermuseum.de
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